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Hyperbare Sauerstofftherapie in Deutschland – die Druckkammerzentren des VDD

Der Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. bündelt die Erfahrung von 13 Druckkammerzentren in Deutschland. Wir informieren Patientinnen, Patienten und Ärzte über die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) – von den Grundlagen bis zur passenden Druckkammer in Ihrer Nähe.

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Blick in eine Mehrplatz-Druckkammer: zwei Reihen Behandlungssessel, nummerierte Plätze, Bullaugen und die druckfeste Tür am Ende
Patientinnen und Patienten in einer Mehrplatz-Druckkammer atmen Sauerstoff über Masken, eine Pflegekraft ist mit in der Kammer
Sauerstoffatmung über Masken in einer Mehrplatz-Druckkammer

13 Zentren von Hamburg bis Traunstein.

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Was ist die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)?

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO, auch HBOT) ist eine ärztlich überwachte Behandlung, bei der Patientinnen und Patienten in einer medizinischen Druckkammer – auch Überdruckkammer oder hyperbare Kammer genannt – unter erhöhtem Umgebungsdruck von in der Regel 1,5 bis 3,0 bar absolut medizinisch reinen Sauerstoff atmen. Ziel ist, den Sauerstoffgehalt im Gewebe zu erhöhen. Eingesetzt wird sie bei Erkrankungen, bei denen Gewebe mit Sauerstoff unterversorgt ist.

HBO verlangt beides zugleich: 100 % medizinischen Sauerstoff und therapeutischen Überdruck in einer medizinischen Druckkammer. Sauerstoffanwendungen unter normalem Luftdruck (normobar) erfüllen diese Bedingungen nicht und sind keine HBO.

Mehr über die HBO-Therapie

Mitarbeiterin am Leitstand einer Mehrplatz-Druckkammer, dahinter die Kammer mit Patienten
Leitstand vor einer Mehrplatz-Druckkammer während einer Sitzung

Informationen für Patienten, Ärzte und Fachpersonal

Wer übernimmt was, und wo ist das nächste Zentrum? Adressen und Telefonnummern aller 13 Zentren stehen direkt auf dieser Seite.

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Druckkammern in Deutschland: die 13 Zentren des VDD

Dem VDD sind 13 Druckkammerzentren angeschlossen – von Hamburg bis Traunstein. Alle Standorte erfüllen die gemeinsamen Qualitäts- und Sicherheitsstandards des Verbands.

Alle Druckkammern mit Karte

Deutschlandkarte mit den 13 Druckkammerzentren des VDD Aachen Berlin Freiburg Gelsenkirchen Halle (Saale) Hamburg Ludwigsburg München Münster Regensburg Soltau Traunstein Wiesbaden

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

  • Berlin

    Vivantes Klinikum am Friedrichshain – Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie und Tauchmedizin

    Landsberger Allee 49, 10249 Berlin

    030 130231700 Zum Zentrum in Berlin

Hamburg

Hessen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Sachsen-Anhalt

Anwendungs­gebiete

Die Druckkammerzentren des VDD behandeln Anwendungsgebiete, die von der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) und der European Underwater and Baromedical Society (EUBS) empfohlen werden. Ob eine HBO in Ihrem Fall in Frage kommt, klärt ein ärztliches Gespräch.

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So läuft eine Behandlung ab

Eine Sitzung dauert je nach Behandlungsschema etwa 30 bis 120 Minuten. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, wird ärztlich festgelegt.

Behandlungsablauf im Detail

  1. Voruntersuchung

    Ärztliche Voruntersuchung: Ist eine Behandlung in der Druckkammer für Sie geeignet?

  2. Druckaufbau

    In der Mehrplatz-Druckkammer sitzen Sie bequem; der Druck wird langsam erhöht.

  3. Sauerstoffatmung

    Über Maske oder Kopfzelt, mit ständigem Sicht- und Sprechkontakt zum Team.

  4. Druckausgleich

    Langsam; die Kammer kann über eine Schleuse jederzeit verlassen werden.

Partner
GTÜM e.V.
Gemeinsame Standards
seit 1997
Zertifizierung
von der Satzung vorgeschrieben

Qualität und Sicherheit in der Druckkammer

Der VDD wurde am 7. Dezember 1996 als Verein zur Förderung der hyperbaren Medizin und als Berufsverband der deutschen Druckkammerzentren gegründet. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.) hat er bereits 1997 Qualitätsstandards für die sichere Durchführung der HBO-Therapie festgelegt: für die Qualifikation von Ärztinnen, Ärzten und Assistenzpersonal, den Personalschlüssel, die Druckkammertechnik und die Patientenüberwachung. Mitgliedszentren verpflichten sich mit dem Eintritt zur Einhaltung dieser Standards; ihre Zertifizierung schreibt die Satzung vor.

Der Verband

Fakten auf einen Blick

Geschäftsstelle
Münster
Mitglieder
13 Druckkammerzentren in Deutschland
Gegründet
Standards
seit 1997 gemeinsam mit der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.)
Behandlungsdruck
in der Regel 1,5–3,0 bar absolut (150–300 kPa)
Behandlungsteam
mindestens drei Fachkräfte, jede Behandlung ärztlich überwacht

Aktuelles und Termine

Meldungen

Alle Meldungen

Termine

  • GTÜM IIa – Taucherarzt

    Hybrid-Seminar, Wiesbaden (Druckkammerzentren Rhein Main Taunus)

    –

  • GTÜM I – Tauchtauglichkeit (Medical Examiner of Divers)

    hybrid, Aachen (HBO-Zentrum Euregio Aachen)

    –

  • GTÜM-Kurs Refresher

    online, Aachen

  • Assistenzkurs Hyperbarmedizin

    Aachen

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Häufige Fragen

Was ist die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)?

Die hyperbare Sauerstofftherapie ist eine ärztlich überwachte Behandlung, bei der Sie in einer medizinischen Druckkammer unter erhöhtem Umgebungsdruck medizinisch reinen Sauerstoff atmen. Ziel ist, den Sauerstoffgehalt im Gewebe zu erhöhen. Sie wird bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen Gewebe mit Sauerstoff unterversorgt ist.

Ist HBO dasselbe wie eine Sauerstoffkammer im Wellnessbereich?

Nein. Eine hyperbare Sauerstofftherapie setzt zwei Bedingungen voraus: das Atmen von medizinisch reinem Sauerstoff und einen therapeutischen Überdruck von in der Regel 1,5 bis 3,0 bar absolut in einer medizinischen Druckkammer. Sauerstoffanwendungen unter normalem Luftdruck sind keine HBO.

Wie läuft eine Behandlung in der Druckkammer ab?

Vor der ersten Behandlung wird ärztlich geprüft, ob Sie druckkammertauglich sind. In der Mehrplatz-Druckkammer sitzen Sie bequem, der Druck wird langsam erhöht, und Sie atmen über eine Maske oder ein Kopfzelt medizinischen Sauerstoff. Über Video und Sprechverbindung besteht ständig Kontakt zum Behandlungsteam.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Eine Sitzung dauert je nach Behandlungsschema etwa 30 bis 120 Minuten. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt von der Erkrankung ab und wird ärztlich festgelegt.

Bei welchen Erkrankungen wird HBO eingesetzt?

Die Druckkammerzentren des VDD behandeln Anwendungsgebiete, die von der GTÜM und der European Underwater and Baromedical Society (EUBS) empfohlen werden, darunter akute Innenohr-Erkrankungen wie der Hörsturz, das diabetische Fußsyndrom, Knochen- und Knochenmarkerkrankungen, Bestrahlungsspätfolgen sowie Notfälle wie Tauchunfälle oder Kohlenmonoxidvergiftungen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die ambulante HBO beim diabetischen Fußsyndrom ab Wagner-Stadium II. Bei anderen Anwendungsgebieten entscheiden sie im Einzelfall, deshalb sollten Sie die Kostenübernahme vorab klären. Private Krankenversicherungen, Beihilfe und Berufsgenossenschaften erstatten die Kosten je nach Erkrankung in der Regel.

Wo finde ich eine Druckkammer in meiner Nähe?

Dem VDD sind 13 Druckkammerzentren in Deutschland angeschlossen, unter anderem in Hamburg, Berlin, Münster, Wiesbaden und München. Adressen und Telefonnummern aller Standorte finden Sie in der Übersicht der Druckkammern. Im Notfall wählen Sie immer zuerst den Notruf 112.

Wer ist der VDD?

Der Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. ist der Berufsverband der Druckkammerzentren in Deutschland, gegründet am 7. Dezember 1996. Gemeinsam mit der GTÜM legt er einheitliche Standards für Druckkammertechnik, Behandlungsschemata und die Qualifikation des Personals fest.

Sie finden keine passende Anlaufstelle? Wir helfen bei allgemeinen Fragen zum Verband und bei der Suche nach einem Zentrum.

Ärztin im Gespräch mit einer Patientin
Symbolbild: ärztliches Gespräch
Konzeptentwurf 2/4 · Das RegisterAlle Entwürfe